Adonit Jot Pro im Test

Adonit Jot Pro (V2) Erfahrungsbericht
Hersteller: Adonit
Kosten: ca. 30 Euro
Unsere Bewertung:

Design: ★★★★★
Stabilität: ★★★★★
Funktionalität: ★★★★★
Preis: ★★★★☆

Insgesamt:

★★★★★

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Das Testen von Hadware Gadgets für das iPhone, iPad und co. hat hier im Appland in der letzten Zeit etwas überhand genommen. Allerdings möchten wir euch auch heute wieder ein Zubehör-Accessoire vorstellen, dass es verdient hat, hier getestet zu werden. Wir haben den Adonit Jot Pro Eingabestift getestet. In der Smartphone und Tablet Szene munkelt man, es sei der mit Abstand beste Stift für längere Eingaben und Notizen, die exakt digital gemacht werden sollen und mit dem Finger nicht mehr machbar sind.

Jeder kennt das Problem: möchte man Notizen während einer Besprechung, Vorlesung oder bei ähnlichen Gelegenheiten mit diversen Apps machen (gennant werden soll an dieser Stelle: iAnnotate, GoodReader und co), ist man dem sonst üblichen Hilfsmittel, den eigenen Fingern schnell aufworfen. Die manchmal mehr oder weniger dicken Finger ermöglichen nicht gerade exakte Zeichnungen oder Anmerkungen in PDF Dokumenten. An dieser Stelle kommt man dann kaum an den oftmals verschmähten Eingabegeräten, klassischen Stiften vorbei.

Diese jedoch, dass meinen jedenfalls viele, seien in Zeiten von iPad und co nicht in der Post-PC Ära zu verorten. Schließlich sei die ausschließliche Bedienung der elektronischen Geräte mit den Fingern doch die große Errungenschaft, die Steve Jobs zu verdanken sei. An dieser Stelle will der Jot Pro Stift von Adonit ansetzen.

Auch wir waren im Rahmen unseres Studiums der Meinung, dass man doch wohl auf Stifte beim iPad und iPhone verzichten könne und besser auch sollte. Wer allerdings viele Anmerkungen in etwa PDF Dateien schreiben möchte und heir und da auch Dinge unterstreicht bzw. hervorhebt wird sich sicher wieder nach einem Stift gesehnt haben. Ob der Jot Pro Eingabestift von Adonit das hält, was er verspricht? Exaktes Schreiben ohne Vergrößern der Dokumente? Schrift im Format 1:1? Wir haben ihn im rauen Studien-Alltag getestet!

Artikel-Inhaltsverzeichnis

Lieferumfang: der Stift

Der Lieferumfang ist in nur einem Satz abgearbeitet, was soll auch schon groß mitgeliefert werden? Der Stift selbst natürlich. Das ist das entscheidene. Als Auslierungszustand erhält man eine leider schwer zu öffnende Hartplastik-Verpackung in der der Stift selbst sowie seine Kappe sicher befestigt sind. Einmal ausgepackt kann es sofort losgehen.

Die Kappe des Adonit Jot Pro

Schreibkomfort des Jot Pro

Der Stahl, das fällt beim Auspacken direkt auf, ist hochwertig verarbeitet. Als Material wurde vermutlich Aluminium verwendet. Fehler bei der Verarbeitung waren bei unserem Modell nicht zu erkennen. In der Konstruktion hingegen leider schon. Der Stift ist rundum rund. Dass heißt, dass er durchaus gerne mal weg rollt.

Wer ganz sicher gehen möchte, dass das nicht passiert, kann ihn allerdings, dank seiner Magnetischen Fähigkeiten ans iPad regelrecht heften. Wem das auf dem empfindlichen Display zu heikel ist, kann zusätzlich ohne weiteres die Smart Cover von Apple zusätzlich nutzen. Einmal angeheftet hält der Stift auch tatsächlich sehr gut an Ort und Stelle.

Gummierung hilft beim Halten

Zurück aber zum Schreibgefühl. Dass ist dank der Gummierung am Stiftanfang überraschend angenehm. Man kann ihn ohne Probleme längere Zeit in der Hand halten und mit ihm schreiben.

Bevor es mit dem Schreiben los geht, muss der Deckel entfernt werden. Dieser ist gerade mal ca. 1 cm lang und deshalb geradezu prädestiniert verloren zu gehen. Glücklicherweise haben die Adonit Ingenieure an dieser Stelle mitgedacht. So kann der Deckel, wenn der Stift tatsächlich genutzt wird, auf das Stiftende verschraubt werden. Warum überhaupt ein Deckel genutzt werden sollte, wo doch klassische Tinte nicht mehr notwendig ist? Dazu später mehr.

Kratzer auf Display? Nicht zu erkennen!

Ist der Deckel abgeschraubt, kann es mit dem Schreiben dann losgehen. Für viele von euch dürfte es am wichtigsten sein, dass keine Kratzer auf dem Display zurückbleiben. Uns persönlich sind – zumindest sehr feine – Kratzer im Prinzip egal. Das iPad ist und bleibt ein Alltags- und Arbeitsgegenstand. Nichts destotrotz hat uns natürlich dennoch interessiert, ob die teilweise berichteten Kratzer für bare Münze genommen werden können. Wir nutzen den Adonit Jot Pro Stift im Zusammenspiel mit einem iPad 2 ohne Schutzfolie. Ja, es sind vielleicht ganz feine Kratzer zu erkennen, aber nicht bei der normalen Nutzung, sondern maximal dann, wenn sich Licht im Display spiegelt und man ganz genau hinsieht. Allerdings kann es auch gut sein, dass sich diese Kratzer“chen“ auch schon zuvor auf dem Display befunden haben. Den Rat, undbedingt eine Schutzfolie zu nutzen, würden wir nicht vorbehaltslos unterschreiben. Zu Bedenken ist immer: Folien sind deutlich empfindlicher als Glas.

Schreibleistung: klare Linien

Die gezeichneteten Linien sind tatsächlich sehr fein. Handschriftliche Anmerkungen in digitalen Dokumenten sind problemlos erkennbar – ganz anders wie bei vielen Adonit Konkurrenten. Diese können nämlich nicht auf das patentierte Adonit System setzen.

Technik: So funktioniert der Adonit Jot Pro

Das Geheimnis des Stifts und seiner feineren Striche im Vergleich zu den gummierten Konkurrenzprodukten liegt in der Kugel an der Stiftspitze. Diese wird durch ein kleines Plastikplätchen unterlegt, wodurch sie niemals das Display berührt. Im Prinzip fühlt es sich dank der exakten Kugelposition so an, als schreibe man mit dem „Dot Jot Pro“ wie mit einem handelsüblichen Kugelschreiber. Das Gefühl und das Ergebnis ist tatsächlich (fast) identisch.

Das Plastikplättchen des Adonit Jot Pro

Leider kann bei dem kleinen Plätchen aus Plastik jedoch durchaus mal vorkommen, dass man es verliert. Für einen Ersatz muss man dann tief in die Tasche greifen (10 € ca. für zwei sogenannte Dampening Spitzen). Viel zu viel für sehr kleine einfach Plastikteilchen. Die eventuell vorhandenen Kratzer rühren auch hierher. Es kann vorkommen, dass sich auf dem Display des Endgeräts noch Staubkörnchen und andere Verschmutzungen befinden. Fährt man dann mit dem Stift respektive den Dampening Plättchen dort darüber, wird das Display mitunter in Mitleidenschaft gezogen.

App-Tipp: zur Eingabe und Stiftverwendung eignet sich ganz besonders die App iAnnotate. Mit dieser haben wir im Zusammenspiel mit Dropbox und hunderten PDF Dokumente durchweg gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht.

Fazit zum iPad Eingabestift von Adonit

Drei Wochen intensive Tests haben gezeigt, dass wir und sicher auch viele andere, die ihre Dateien und Dokumente vornehmlich elektronisch vorliegen haben, kaum mehr auf den iPad Eingabestift Jot Pro von Adonit verzichten mögen. Der Stift ist seinen Preis unserer Meinung nach absolut wert. 25 bis 30 hier investierte Euro sind sicherlich gut angelegt. Hinsichtlich seiner Funktionalität lässt der Adonit Stift zahlreiche Konkurrenten hinter sich. Am Ende des Tages zählt der Vergleich zu analogen Stiften. Der Adonit-Eingabestift kommt nah an dieses Schreiberlebnis und Gefühl heran. Ein Kauftipp für alle, die einen zuverlässigen und qualitativ hochwertig verarbeiteten iPad Stift suchen.

 

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Das Jawbone UP

Jawbone UP Erfahrungsbericht
Hersteller: Jawbone
Kosten: ca. 130 Euro – App gratis
Getestete Version: 2.6
Unsere Bewertung:

Grafik: ★★★★★
Stabilität: ★★★★★
Funktionalität: ★★★★★
Preis: ★★★☆☆

Insgesamt:

★★★★½

Das Jawbone UP soll ein echter – allerdings naturbedingt technischer – „Personal Trainer“ sein. Schon 2011 hatte der Hersteller Jawbone ein Armband auf den Markt geworfen. Allerdings war dieser Zeitpunkt vermutlich zu früh gewählt, denn die High-End Armbänder mussten wegen Problemen mit dem Akku zurückgerufen werden.

Bislang dürfte Jawbone iPhone-Liebhabern vor allen Dingen durch die ebenfalls hergestellten und recht bekannten Wireless Lautsprecher bekannt sein.

Wir hatten jetzt die Gelegenheit 3 Wochen lang einen Blick auf die neuste Version des Jawbone UP im Zusammenspiel mit der kostenloses Fitness-App zu werfen. Lest unsere Erfahrungen und den kompletten Testbericht zum Fitnesstracker Jawbone UP. Ein echter Kauftipp oder ein neues bloß überflüssiges Gadget?

Artikel-Inhaltsverzeichnis

Der Lieferumfang: wenig aber vollständig

Lieferumfang beim Jawbone UP Erfahrungsbericht

Das UP ist in drei Größen verfügbar:

  • S (Armumfang 14-15,5 cm)
  • M (15,5-18 cm)
  • L (18-20 cm)

Die Farbpalette gibt Folgendes her:

Verfügbare Jawbone UP Farben

Mit dem Kauf des Jawbone UP bekommt man eine schmucke, vermutlich wohl nicht sehr umweltfreundliche Verpackung, die zwar wenig, aber alles enthält was man benötigt. Wirklich notwendig sind nämlich tatsächlich nur zwei Teile: das UP Armband selbst sowie ein passender Adapter, der den Klinkenanschluss mit einem USB Anschluss zwecks Ladevorgang verbindet. Sehr praktisch: im Laden kann man seine passende Größe schon mit Hilfe der Verpackung feststellen, enthält diese doch an der Außenseite einen Armumfangmesser.

Beiliegend findet man zudem noch eine Kurzanleitung, die allerdings für ein Groß der Nutzer nicht notwendig sein dürfte. Denn die erste Installation des Armbands geht extrem leicht von der Hand. Einfach in den Kopfhörer-Anschluss des Smartphones stecken, App öffnen und die notwendigen Schritte befolgen.

Kompatibilität wichtiges Thema für Android Nutzer

Während das Jawbone UP mit dem iPhone 3GS sowie iPad aufwärts kompatibel ist (iOS mind. 5.1) ist auf Seiten von Android mindestens die Version 4.0 notwendig. Hier funktionieren auch nicht alle Smartphones. Die komplette Liste sollte man sich vor einem eventuellen Kauf also auf jeden Fall einmal auf der Herstellerwebseite ansehen.

Das UP im Test: angenehm zu tragen?

Jawbone UP im Fokus

Die Verpackung verspricht also schon eine Menge an Lifestyle und Spaß für die nächsten Tage, Wochen und vielleicht auch Monate. Denn klar ist, dass das Tragen nur an einem Tag keinen Sinn macht. Will man einen nährungsweise ordentlichen Einblick in die sportlichen Lebensgewohnheiten bekommen muss man die Daten schon über einen längeren Zeitraum betrachten und vergleichen können.

Extrem wichtig ist dabei ein angenehmes Tragegefühl, denn wer will schon ein zusätzliches technisches Produkt ständig am Körper tragen, wenn es drückt und gerne mal stecken bleibt? Ein komfortbaler Tragekomfort ist beim Jawbone UP zweifelsohne vorhanden. An der nicht dominaten Hand macht es sich schon nach ca. zwei Tagen, die richtige Größenwahl vorausgesetzt, nicht mehr bermerkbar.

Das Jawbone UP besteht aus medizinisch zetifizierten und antiallergischen TPU Gummi. Dieses macht es im Alltag robus und gleichzeitig dehnbar. Man muss es sich also keinesfalls starr um den Arm legen. Auch muss man wirklich keine Angst haben, das Jawbone UP auch mal beim Joggen oder unter die Dusche mitzunehmen. Es funktioniert in beiden Fällen jeweils weiterhin wunderbar. Man kann es jederzeit tragen, nur beim schwimmen und tauchen sollte man besser auf das UP verzichten, wobei sich selbstverständlich hier auch die Frage stellt, ob man für diese sportlichen Aktivitäten einen Schrittzähler gebrauchen kann.

Stylisch kommt das Jawbone UP ebenfalls daher. Die Oberläche ist leicht strukturiert, die Farben nicht zu grell und absolut alltagskompatibel. Teilweise wurde ich auf das Band angesprochen: einmal, weil das „neue Armband zu schön ist“, andere Male – zu meiner Überraschung – weil es schon bekannt zu sein scheint und man bereits über einen Kauf nachdenke.

Technik am Handgelenk: einfach laden & synchronisieren

Kommen wir zu den nicht unerheblichen technischen Daten des Jawbone UP. In 19g bis 23g Gewicht (je nach Größe) finden sich folgende Komponenten:

  • Bewegungssensor mit MotionX Technik
  • Vibrationsmotor zum Wecken und für Benachrichtigungen
  • Doppel LEDs zur Anzeige des Stopuhr-, Tag- und Nachtmodus
  • Lithium-Ionen-Polymer-Akku

Auffallend ist, das ein Feature fehlt, was bei der Konkurrenz teilweise zu finden ist: die kabellose Konnektivität wie Bluetooth oder W-Lan (letzteres bietet nach unserem Kenntnisstand allerdings niemand). Allerdings verzichtete Jawbone ganz bewusst auf etwa eine Bluetoothfähigkeit: zu Gunsten der Akkulaufzeit. Und genau das macht unserer Erfahrung nach im Alltag absolut Sinn.

Das Jawbone UP ist ein Produkt, dass Aktivitäten möglichst einfach aufzeichnen soll. Dabei möchte man sich in der Regel wenn es irgendwie geht nicht ständig um das Laden des Armbands kümmern müssen. Jawbone hält hier, was die Artikelbezeichnung verspricht: eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Tagen. Im Alltag schafft man auch bei täglichem Synchronisieren und regelmäßigem Zeitstoppen + bei Nutzung der Weckerfunktionalität (dazu später mehr) 9 bis 10 Tage Laufzeit.

Jawbone UP Ladeadapter

Geladen wird das UP via beiliegendem Ladekabel. Während der handelsübliche „Kopfhörerstecker“ am Band selbst die Synchonisierung direkt am Smartphone erheblich erleichtert, ist das Laden leider nur mit dem recht seltenen Adapter möglich. Immerhin: nur 80 Minuten sind notwendig um es für die nächsten 9 bis 10 Tage fit zu machen.

Das wichtigste Innere ist sicherlich der Bewegungssensor. Wie genau dieser funktioniert, da hüllt sich der Hersteller im Schweigen. Sicher ist jedoch eines: er funktioniert, und das, für mich unerwartet, erstaunlich gut. Am ersten Tag bin ich zwei Kilometer spazieren gegangen und habe parallel die Strecke via GPS aufzeichnen lassen. Das Ergebnis: 2,01 km nahm das UP Armband als zurückgelegten Weg an, die GPS App gab 2,00 km an. Erstaunlich! Dennoch: an die Genauigkeit, die etwa für medizinische Diagnosen von Nöten wären, kommt dieses Gadget nicht heran. Das muss es aber auch gar nicht. Die Daten stimmen schon soweit, dass sie für den privaten Bereich absolut ausreichen. Ein Beispiel: beim Joggen liefert das UP regelmäßig eine Wegstrecke aus, die die der GPS App um ca. 1 km auf 5 km Laufstrecke übertrifft. Am Genausten ist es tatsächlich beim „normalen Gehen“.

Zur Berechnung der Schritte misst der Sensor die Lage und Beschleunigung des Armbands im Raum. Zum Einsatz kommen vermutlich des weiteren mathematische Algorithmen. Das erklärt auch, dass man dem Band durch Klick auf die einzige Taste manuell mitteilen muss, wann wan zu Bett geht. Denn hier kommen zum Erfassen der Schlafphasen sicher andere Algorithmen zur Anwendung. Jawbone arbeitete beim Bewegungssensor mit der Firma MotionX zusammen (Referenzkunden: Apple, Nike und natürlich Jawbone).

Das Herzstück vom Jawbone UP: die App

Genug der einleitenden Worte. Kommen wir nun zum wirklichen Herzstück des gesamten Jawbone „Wohlfühlpakets“, der UP-App. Sie soll nach dem Anstecken des Armbands am Kopfhöreranschluss die Daten fix importieren und im Anschluss einfach auswerten können. Ist dem wirklich so?

Die Tagesauswertung

UP Tagesauswertung
Jawbone empfiehlt die aufgezeichneten Daten zweimal am Tag zu synchronisieren. Einmal nach dem Aufstehen und einmal am späten Abend. App starten, Band anschließen und einige Sekunden befinden sich die Tagesdaten in der App. Dort bekommt man den Tagesverlauf auf einen Blick angezeigt (hier ohne Schlafphase. Auf einen Blick sieht man hier die Daten zum Kalorienverbrauch in Ruhephase sowie die durch Bewegung aktiv verbrannten Kalorien.

Die Zeit „Längste Ruhe“ gibt an, wie lange die längste bewegungslose Zeitraum dauerte. Auf Wunsch kann man sich sogar via Vibrationsalarm an etwas Bewegung erinnern lassen. Für Studenten in Vorlesungen oder Angestellte im Meeting macht es allerdings nicht unbedingt Sinn etwa einen Zeitraum von 15 oder 20 Minuten bis zur Erinnerung zu wählen.

Anhand der Balken, die neben der Höhe bei erhöhter Aktivität entsprechend dunkler rot gefärbt sind, erkennt man sofort den täglichen Bewegungspeak. Auf Wunsch kann man bestimmte Zeiträume mit einer Start-/Stop- Funktion extra kennzeichnen. Im Nachhinein kann man eintragen, was man während dieser Zeit gemacht hat. In der Tagesübersicht erscheint ein kleines Männchen. Klickt man darauf erscheint der Detailbildschirm:

UP Sportauswertung
In meinem Test handelte es sich um einen 33 Minuten langen Lauf über ca. 6 km. Angezeigt wird des weiteren noch die Schritt- sowie Kalorienanzahl im gestoppten Bereich. Neben Joggen (in der App als „Rennen“ bezeichnet) lassen sich unter anderem auch die Aktivitätstypen Gewichtheben, Crosstraining, Wandern, Kardio, Yoga, Radfahren und einige mehr einstellen. An der Kalorienberechnung ändert dieses allerdings nichts.

Der Nachtmodus vom Jawbone UP: intelligent, dieser Wecker!

UP Nachtauswertung
Eine ganz wichtige Funktion, weshalb sich vermutlich viele Käufer für das Jawbone UP entschieden haben oder entscheiden werden, ist der integrierte Vibrationswecker. Der leistet nämlich in der Praxis genau das was er verspricht. Jedenfalls hat man subjektiv das Gefühl tatsächlich besser aus dem Bett zu kommen.

Und das funktioniert so: das Band verfolgt die Bewegungen des Arms im Schlaf und folgert hieraus die entsprechenden Schlafphasen (Leichter Schlaf und Tiefschlaf). Im Tiefschlaf erholt man sich am besten, klingelt der Wecker aber währenddessen, dürfte das Aufstehen besonders schwer fallen.

Die Lösung: innerhalb der App stellt man seine gewünschte Weckzeit sowie eine akzeptable Vakanzzeit (etwa 20 Minuten) ein. Das würde bei einer Zielweckzeit von 6:30 Uhr bedeuten, dass man allerspätestens zu diesem Zeitpunkt vom UP geweckt wird, frühestens jedoch um 6:10 Uhr. Optimalerweise wird die Software jedoch versuchen genau in einer Leichtschlafphase zu wecken.

Diese Funktion kennt man bislang bereits von zahlreichen Schlafphasen-Wecker-Apps im Appstore. Allerdings dürften diese niemals so genau funktionieren, wie dieses Armband, da man etwa das iPhone eben nicht im Schlaf am Körper trägt sondern es vielmehr neben den Kopf legt. Und eben das schreckt sicherlich zurecht auch einige Leute ab. Übrigens gilt auch für den Schlaf was für den Tag gilt: nach zwei Tagen bemerkt man am Arm schon gar nichts mehr.

Langzeitauswertung und Trenderkennung

UP Fitnesstrends
Im Bereich „Trends“ bekommt man in Balkenform gewissermaßen den Zeitverlauf angezeigt. Sämtliche Werte die in irgendeiner Art und Weise erhoben wurden können hier nach Wunsch gegenüber gestellt werden. Oben kann man beispielweise erkennen, dass ein Lauf an jedem zweiten Tag auch die verbrannten Kalorien entsprechend beeinflusst. Durch die Filter „Wochen“ und „Monate“ bekommt man entsprechend größere Datenmengen im Zeitverlauf angezeigt. Ziel des ganzen ist natürlich, dass man sich zu mehr Bewegung motivieren lässt.

Experten-Auswertung mit Excel

Neben den Basis-Auswertungen ist es auch möglich, die Rohdaten von Jawbone zu kommen. Die kann man dann nach Lust und Laune mit einer Tabellenkalkulation wie Excel in alle Richtungen auswerten. Der Datendownload findet sich nach einem Login bei Jawbone etwas versteckt im Bereich Einstellungen unter „Konten“. Dort kann man auch das Löschen aller gespeicherten Daten veranlassen, denn alle mit dem Smartphone synchonisierten Bewegungsdaten werden auch bei Jawbone in der Cloud gesichert – obwohl es derzeit keine Möglichkeiten gibt, sie auch im Browser auszuwerten. Wer diese Verknüpfung mit der eigenen Person nicht mag gibt bei der Anmeldung einfach ein Synonym o.ä. an.

Motivationshäppchen inklusive

UP Motivationnachricht
Stichwort Motivation. Man muss beim Jawbone UP die Auswertung zur Motiviation keineswegs ständig manuell vornehmen. Besonders motivierend können auch die allmorgendlich aktualisierten Popups sein, die interessante Statistiken und Auswertungen enthalten und Daten meist auch in Beziehung zu allen UP-Trägern setzen. Das motiviert doch ungemein. Ab und an wiederholen sich die Arten der Infos, allerdings sollen „frische Auswertungen“ ständig nachgefüttert werden.

Apropos Füttern und Häppchen: die tägliche Nahrungsaufnahme ist auch via Barcode Scan und manueller Eingabe vollständig erfassbar. Das ist natürlich eine schöne Option für diejenigen, die dieses Feature wirklich nutzen wollen. Aber es ist und bleibt eben sehr anstrengend jedes Häppchen in das digitale Notizbuch einzutragen.

Extrem motivierend ist neben den kleinen Popups und der Auswertung von Balken und Essgewohnheiten allen voran jedoch eines: das tägliche Schritt und Schlafziel! Von diversen Organisationen werden pro Tag pauschal 8 Stunden Schlaf und 10.000 Schritte als gesund empfohlen. Die individuellen Ziele sind jedoch manuell anpassbar. Nach jeder Synchronisierung zeigen zwei Balken (jeweils Schlaf+Schritte) an, wie viel % dieser Ziele schon erreicht wurden. Wenn dann bei den Schritten „nur“ 80% erreicht sind, lässt man sich gerne auch mal zu einem kleinen Umweg motivieren.

UP Akkuerinnerung
Naht nach allem Synchronisieren und Aufzeichnen das Ende der Akku Leistungsfähigkeit bekommt man eine kurze Push-Nachricht auf das iPhone mit der voraussichtlich restlichen Laufzeit. Frühestens jetzt sollte man dann das Jawbone UP wieder an eine Stromquelle anschließen.

Fazit zum Jawbone UP Erfahrungsbericht

Uns persönlich hat das Fitnessband von Jawbone, das auf den Namen UP hört, überzeugt. In dem, was seine Kernkompetenzen sind, ist das UP richtig gut und funktioniert einwandfrei. Man bekommt einen regelmäßigen Aktivitätsüberblick und recht schnell ein Gefühl dafür, ob man sich nicht doch noch besser ein wenig bewegen sollte.

Wer mag, kann zudem durch das Einpflegen von Ernährungsdaten einen recht runden Einblick in die persönliche Fitness bekommen. Unbezahlbar ist der erstaunlicherweise intelligente Wecker, der die Schlafzyklen geschickt ausnutzt.

Malus ist der aus heutiger Sicht recht hohe Preis in Höhe von etwa 130 Euro (hier bei Amazon). Man kann nur erahnen, dass sinnvolle Gesundheitserweiterungen für Smartphones kurz- bis mittelfristig immer wichtiger und populärer werden.

Für 130 Euro bekommt man also ein Armband das motiviert, mittrackt und nicht zuletzt morgens angenehm weckt. Da man es jeden Tag am Arm trägt relativiert sich der Preis auch recht schnell wieder…

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20Dezember

finanzblick HD (iPad App)

Applander Finanzen

finanzblick HD
Hersteller: Buhl Data Service GmbH
Kosten: 4,99 Euro
Getestete Version: 1.1.3
Unsere Bewertung:

Grafik: ★★★★☆
Stabilität: ★★★★★
Funktionalität: ★★★★☆
Preis: ★★★★☆

Insgesamt:

★★★★½

download

Eine App fällt im Zusammenhang mit Empfehlungen von Apps zur Organisation der eigenen Finanzen in letzter Zeit immer häufiger: „finanzblick HD“ meinen da viele, sei empfehlenswert. Lange war ja iOutbank der Platzhirsch unter den Finanzapps schlechthin. Warum also nun finanzblick HD? Wir haben die App in der Praxis getestet und sagen euch, ob finanzblick HD wirklich iOutbank das Wasser reichen kann und folglich eine Empfehlung wert ist.

Wozu finanzblick HD?

Das wohl wichtigste Feature von finanzblick HD ist ohne Zweifel der Anspruch, auf Knopfdruck eine Übersicht über Einnahmen und Ausgaben zu erhalten und so wortwörtlich einen sofortigen Blick auf die Finanzen werfen zu können. Wer einen guten und schnellen Überblick über seine Finanzen werfen kann, kann auch vernünftige Schlüsse und Entscheidungen daraus ziehen. Gebe ich in einem Bereich mehr aus als wirklich nötig, bleibt noch Puffer zum Sparen und Investieren? Wo gebe ich besonders viel aus, wo darf man auch einmal über die Strenge schlagen. Wie sieht die Einkommen und Ausgaben Verteilung aus? Habe ich insgesamt – unter Einbeziehung aller Konten ein positives oder negatives Ergebnis erziehlt? Im ganzen Jahr oder innerhalb eines bestimmten Monats.

Benutzer von Finanzblick HD werden nicht enttäuscht

Im Großen und Ganzen steht Finanzblick HD als Finanzapp im Appstore ziemlich konkurrenzlos dar. Wir haben uns schon so einige Finanzapps angesehen und Finanzblick HD sticht ohne Mühe aus der breiten Masse hervor. Warum? Das Glanzstück ist sicherlich die vollautomatische Kategorisierung. Ein Beispiel: geht man im örtlichen Edeka einkaufen und zahlt per EC Karte, bucht Finanzblick HD diese Ausgabe einige Tage später (sobald das Girokonto belastet wurde) als Ausgabe in der Kategorie Nahrungsmittel. Perfekt und einfach! Nur ganz wenige Buchungen konnte Finanzblick HD nicht zuordnen, was aber im Wesentlichen auch eher geschäftliche Buchungen betraf. Aber auch hier haben die Entwickler an eine Lösung gedacht: nicht bekannte Buchungen kann man ganz einfach zuordnen.
Dass Finanzblick HD außerdem auch Überweisungen tätigen, Daueraufträge anlegen und PayPal Kontostände abfragen kann ist da fast nur beiläufig zu erwähnen.

Das Manko: ab und an etwas unübersichtlich

Auch wenn Finanzblick HD durch die Bank für das exzellente Design gelobt wird, müssen wir hier doch ein kleines Minus feststellen. Nach dem ersten Start der App muss man sich wohl oder übel eine halbe Stunde Zeit nehmen um auch wirklich alle Funktionen und Features durch Wischen und Klicken zu entdecken. Die Buchungen, die die „Rohstoffe“ für die App darstellen lassen sich in zahlreichen Modi in verschiedener Form anzeigen. Da durchzusteigen ist vielleicht nicht immer ganz logisch und einfach möglich.

Fazit zur App:

Für Kontroll-Freaks aber auch Otto-Normal Nutzer ist die App ein absolutes Muss! Nie war es leichter innerhalb von Sekunden einen kompletten Überblick über die privaten Finanzen und deren Verwendung zu bekommen. Wer die Übersicht und die dort dargestellten Daten zu nutzen weiß, wird daraus einen deutlichen Mehrwert ziehen können. Der absolut vertretbare Preis für diesen Umfang: 4,99 €. Wer möchte kann zuvor die Lite Version testen.

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