Adonit Jot Pro im Test

Adonit Jot Pro (V2) Erfahrungsbericht
Hersteller: Adonit
Kosten: ca. 30 Euro
Unsere Bewertung:

Design: ★★★★★
Stabilität: ★★★★★
Funktionalität: ★★★★★
Preis: ★★★★☆

Insgesamt:

★★★★★

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Das Testen von Hadware Gadgets für das iPhone, iPad und co. hat hier im Appland in der letzten Zeit etwas überhand genommen. Allerdings möchten wir euch auch heute wieder ein Zubehör-Accessoire vorstellen, dass es verdient hat, hier getestet zu werden. Wir haben den Adonit Jot Pro Eingabestift getestet. In der Smartphone und Tablet Szene munkelt man, es sei der mit Abstand beste Stift für längere Eingaben und Notizen, die exakt digital gemacht werden sollen und mit dem Finger nicht mehr machbar sind.

Jeder kennt das Problem: möchte man Notizen während einer Besprechung, Vorlesung oder bei ähnlichen Gelegenheiten mit diversen Apps machen (gennant werden soll an dieser Stelle: iAnnotate, GoodReader und co), ist man dem sonst üblichen Hilfsmittel, den eigenen Fingern schnell aufworfen. Die manchmal mehr oder weniger dicken Finger ermöglichen nicht gerade exakte Zeichnungen oder Anmerkungen in PDF Dokumenten. An dieser Stelle kommt man dann kaum an den oftmals verschmähten Eingabegeräten, klassischen Stiften vorbei.

Diese jedoch, dass meinen jedenfalls viele, seien in Zeiten von iPad und co nicht in der Post-PC Ära zu verorten. Schließlich sei die ausschließliche Bedienung der elektronischen Geräte mit den Fingern doch die große Errungenschaft, die Steve Jobs zu verdanken sei. An dieser Stelle will der Jot Pro Stift von Adonit ansetzen.

Auch wir waren im Rahmen unseres Studiums der Meinung, dass man doch wohl auf Stifte beim iPad und iPhone verzichten könne und besser auch sollte. Wer allerdings viele Anmerkungen in etwa PDF Dateien schreiben möchte und heir und da auch Dinge unterstreicht bzw. hervorhebt wird sich sicher wieder nach einem Stift gesehnt haben. Ob der Jot Pro Eingabestift von Adonit das hält, was er verspricht? Exaktes Schreiben ohne Vergrößern der Dokumente? Schrift im Format 1:1? Wir haben ihn im rauen Studien-Alltag getestet!

Artikel-Inhaltsverzeichnis

Lieferumfang: der Stift

Der Lieferumfang ist in nur einem Satz abgearbeitet, was soll auch schon groß mitgeliefert werden? Der Stift selbst natürlich. Das ist das entscheidene. Als Auslierungszustand erhält man eine leider schwer zu öffnende Hartplastik-Verpackung in der der Stift selbst sowie seine Kappe sicher befestigt sind. Einmal ausgepackt kann es sofort losgehen.

Die Kappe des Adonit Jot Pro

Schreibkomfort des Jot Pro

Der Stahl, das fällt beim Auspacken direkt auf, ist hochwertig verarbeitet. Als Material wurde vermutlich Aluminium verwendet. Fehler bei der Verarbeitung waren bei unserem Modell nicht zu erkennen. In der Konstruktion hingegen leider schon. Der Stift ist rundum rund. Dass heißt, dass er durchaus gerne mal weg rollt.

Wer ganz sicher gehen möchte, dass das nicht passiert, kann ihn allerdings, dank seiner Magnetischen Fähigkeiten ans iPad regelrecht heften. Wem das auf dem empfindlichen Display zu heikel ist, kann zusätzlich ohne weiteres die Smart Cover von Apple zusätzlich nutzen. Einmal angeheftet hält der Stift auch tatsächlich sehr gut an Ort und Stelle.

Gummierung hilft beim Halten

Zurück aber zum Schreibgefühl. Dass ist dank der Gummierung am Stiftanfang überraschend angenehm. Man kann ihn ohne Probleme längere Zeit in der Hand halten und mit ihm schreiben.

Bevor es mit dem Schreiben los geht, muss der Deckel entfernt werden. Dieser ist gerade mal ca. 1 cm lang und deshalb geradezu prädestiniert verloren zu gehen. Glücklicherweise haben die Adonit Ingenieure an dieser Stelle mitgedacht. So kann der Deckel, wenn der Stift tatsächlich genutzt wird, auf das Stiftende verschraubt werden. Warum überhaupt ein Deckel genutzt werden sollte, wo doch klassische Tinte nicht mehr notwendig ist? Dazu später mehr.

Kratzer auf Display? Nicht zu erkennen!

Ist der Deckel abgeschraubt, kann es mit dem Schreiben dann losgehen. Für viele von euch dürfte es am wichtigsten sein, dass keine Kratzer auf dem Display zurückbleiben. Uns persönlich sind – zumindest sehr feine – Kratzer im Prinzip egal. Das iPad ist und bleibt ein Alltags- und Arbeitsgegenstand. Nichts destotrotz hat uns natürlich dennoch interessiert, ob die teilweise berichteten Kratzer für bare Münze genommen werden können. Wir nutzen den Adonit Jot Pro Stift im Zusammenspiel mit einem iPad 2 ohne Schutzfolie. Ja, es sind vielleicht ganz feine Kratzer zu erkennen, aber nicht bei der normalen Nutzung, sondern maximal dann, wenn sich Licht im Display spiegelt und man ganz genau hinsieht. Allerdings kann es auch gut sein, dass sich diese Kratzer“chen“ auch schon zuvor auf dem Display befunden haben. Den Rat, undbedingt eine Schutzfolie zu nutzen, würden wir nicht vorbehaltslos unterschreiben. Zu Bedenken ist immer: Folien sind deutlich empfindlicher als Glas.

Schreibleistung: klare Linien

Die gezeichneteten Linien sind tatsächlich sehr fein. Handschriftliche Anmerkungen in digitalen Dokumenten sind problemlos erkennbar – ganz anders wie bei vielen Adonit Konkurrenten. Diese können nämlich nicht auf das patentierte Adonit System setzen.

Technik: So funktioniert der Adonit Jot Pro

Das Geheimnis des Stifts und seiner feineren Striche im Vergleich zu den gummierten Konkurrenzprodukten liegt in der Kugel an der Stiftspitze. Diese wird durch ein kleines Plastikplätchen unterlegt, wodurch sie niemals das Display berührt. Im Prinzip fühlt es sich dank der exakten Kugelposition so an, als schreibe man mit dem „Dot Jot Pro“ wie mit einem handelsüblichen Kugelschreiber. Das Gefühl und das Ergebnis ist tatsächlich (fast) identisch.

Das Plastikplättchen des Adonit Jot Pro

Leider kann bei dem kleinen Plätchen aus Plastik jedoch durchaus mal vorkommen, dass man es verliert. Für einen Ersatz muss man dann tief in die Tasche greifen (10 € ca. für zwei sogenannte Dampening Spitzen). Viel zu viel für sehr kleine einfach Plastikteilchen. Die eventuell vorhandenen Kratzer rühren auch hierher. Es kann vorkommen, dass sich auf dem Display des Endgeräts noch Staubkörnchen und andere Verschmutzungen befinden. Fährt man dann mit dem Stift respektive den Dampening Plättchen dort darüber, wird das Display mitunter in Mitleidenschaft gezogen.

App-Tipp: zur Eingabe und Stiftverwendung eignet sich ganz besonders die App iAnnotate. Mit dieser haben wir im Zusammenspiel mit Dropbox und hunderten PDF Dokumente durchweg gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht.

Fazit zum iPad Eingabestift von Adonit

Drei Wochen intensive Tests haben gezeigt, dass wir und sicher auch viele andere, die ihre Dateien und Dokumente vornehmlich elektronisch vorliegen haben, kaum mehr auf den iPad Eingabestift Jot Pro von Adonit verzichten mögen. Der Stift ist seinen Preis unserer Meinung nach absolut wert. 25 bis 30 hier investierte Euro sind sicherlich gut angelegt. Hinsichtlich seiner Funktionalität lässt der Adonit Stift zahlreiche Konkurrenten hinter sich. Am Ende des Tages zählt der Vergleich zu analogen Stiften. Der Adonit-Eingabestift kommt nah an dieses Schreiberlebnis und Gefühl heran. Ein Kauftipp für alle, die einen zuverlässigen und qualitativ hochwertig verarbeiteten iPad Stift suchen.

 

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